Umfrage: Social-Media-Nutzung der Immobilienbranche
Unsere Online-Umfrage von 580 Immobilienmarktakteuren aus der Deutschschweiz und der Romandie liefert interessante Erkenntnisse zur Nutzung von Social Media in der Immobilienbranche. Lesen Sie die wichtigsten Ergebnisse.

Per Online-Befragung mittels vollstrukturiertem Fragebogen auf Deutsch und Französisch haben wir 580 Firmenkunden von homegate.ch (Deutsch: 480, Französisch: 100) zur Social-Media-Nutzung befragt. Die Befragung dauerte vom 7. bis 14. März 2011. Dies sind die wichtigsten Erkenntnisse im Überblick:
Private Nutzung von Social Media
Zwei Drittel der Befragten (Kunden von homegate.ch aus dem Immobilienbereich) nutzen Social Media zu privaten Zwecken. Mehr als die Hälfte nutzt Facebook. Die anderen Social Media rangieren weit abgeschlagen. Zwischen Deutsch- und Westschweiz zeigen sich kaum Unterschiede in dieser Hinsicht. Am häufigsten will man mit Freunden in Kontakt bleiben und Informationen austauschen. In der Romandie will man etwas häufiger auch neue Leute kennen lernen.
Berufliche Nutzung
Weniger als die Hälfte, also deutlich weniger als bei der privaten Nutzung haben ein Social-Media-Profil zu beruflichen Zwecken. In der Deutschschweiz nutzt ein Drittel Xing und ein Fünftel ebenfalls Facebook. In der Romandie nutzt ein Drittel LinkedIn und ein Viertel Facebook.
Der häufigste berufliche Nutzungsgrund ist die Ausweitung des beruflichen Netzwerks. Ebenfalls wichtige Nutzungsgründe sind der Austausch von berufsbezogenen Informationen und die Erhaltung des Kontaktes zu ehemaligen Kollegen.
Unternehmensregeln zur Nutzung am Arbeitsplatz
In mehr als der Hälfte der befragten Unternehmen ist die Nutzung von Social Media am Arbeitsplatz nicht geregelt. Bei knapp einem Drittel gibt es klare Anweisungen, in der Romandie tendenziell leicht öfters. Bei fast der Hälfte der Unternehmen, die klare Regeln haben, ist der Zugang zu Social Media generell blockiert (in der Romandie sogar bei 57 Prozent; Deutschschweiz nur 44 Prozent). Vielerorts ist auch nur Facebook gesperrt.
Wissen über die Unternehmensnutzung von Social Media
Knapp zwei Drittel der Befragten wissen zumindest teilweise Bescheid, wie ihr Unternehmen Social Media nutzt. In der Romandie sind deutlich mehr sehr gut informiert (31 Prozent) als in der Deutschschweiz (20 Prozent). Bei einem Drittel, der (sehr) gut Bescheid weiss, ist dies auch Teil des Jobprofils. In der Romandie sind es fast die Hälfte, in der Deutschschweiz nur 29 Prozent.
Nutzung durch Unternehmen
Etwas mehr als die Hälfte der Unternehmen nutzt Social Media. Davon nutzt mehr als ein Drittel Facebook, die anderen Plattformen sind weit abgeschlagen. Dies trifft auch auf die Romandie zu, allerdings sind dort Twitter und LinkedIn beliebter als Xing.
Bei den Nicht-Nutzern plant jeder Dritte eine Einführung von Social Media. Mehr als ein Drittel sind noch unentschlossen. In der Romandie zeigt sich ein ähnliches Bild wie in der Deutschschweiz: Allerdings wollen deutlich mehr Unternehmen Social Media Plattformen schon innerhalb der nächsten sechs Monate nutzen.
Als Nichtnutzungsgründe werden vor allem genannt, dass der Nutzen von Social Media unklar ist, kein Know-how in der Firma vorhanden ist oder dass man Marktentwicklungen abwarten möchte.
Ziele und Zufriedenheit
Bei den Nutzern werden als Nutzungsgründe von Social Media Plattformen am häufigsten Markenpflege und -präsenz und Förderung eines modernen Images sowie das Promoten von Immobilienangeboten genannt. Am wenigsten will man damit den Kundenservice vereinfachen, die Konkurrenz beobachten oder Online-Umsätze erhöhen.
Mehr als die Hälfte ist mit dem Einsatz von Social Media eher zufrieden, ein Sechstel sehr zufrieden. In der Romandie zeigt sich tendenziell dasselbe Bild wie in der Deutschschweiz. Am zufriedensten ist man mit den Zielen «modernes Unternehmensimage fördern» und «eine Community rund um die Marke aufbauen». Neue Kunden anzuwerben oder Online-Umsätze zu erhöhen, scheint hingegen mit Social Media nicht zufriedenstellend machbar.
13 Prozent der Unternehmen geben an, über 1'000 Freunde/Fans auf Facebook zu haben. Allerdings haben 60 Prozent der Facebook-Profile der befragten Unternehmen weniger als 200 Freunde/Fans. Bei den anderen Social Media Plattformen sind es tendenziell noch weniger. Über die Hälfte der Unternehmen verlinkt ihr Social Media Profil auch nicht auf der eigenen Firmenwebsite.
Pflege und Umgang
4 von 10 Unternehmen nehmen sich weniger als eine Stunde pro Woche Zeit, ihren Social Media Auftritt zu pflegen. In der Romandie wird tendenziell etwas mehr Zeit investiert als in der Deutschschweiz.
Die Moderation übernimmt in einem Viertel der Fälle die befragte Person selbst, in einem Drittel ist eine andere Person aus dem Unternehmen zuständig. In der Romandie ist jeder Dritte selbst zuständig und in einem Zehntel der Fälle wird eine externe Firma beauftragt.
Auf fast der Hälfte der Profilen können die User auch Kommentare abgeben. Am ehesten werden Ideen und Verbesserungsvorschläge beantwortet, am wenigsten neutrale Kommentare. Negatives Feedback wird von 8 Prozent gelöscht.



